https://bodybydarwin.com
Slider Image

Zähneputzen ist nicht die einzige Möglichkeit, die Zähne zu putzen. So häufen sich Ölziehen, Holzkohle und andere Alternativen

2020

Die meisten Menschen verwenden Zahnbürsten, Zahnpasta und Zahnseide, um ihre Zähne zu reinigen, aber ihre Verwendung ist keineswegs universell. Viele indigene Gruppen sowie Menschen in Entwicklungsländern verwenden traditionelle Techniken, um sich die Zähne zu putzen. Einige dieser Techniken sind effektiver als andere.

Viele Menschen im Nahen Osten und in einigen Teilen Süd- und Südostasiens verwenden Zweige vom Arak-Baum (bekannt als Miswak), um sich die Zähne zu putzen. Sie fransen das Ende des Zweigs aus, befeuchten die entstandenen Borsten mit Wasser oder Rosenwasser und reiben die Borsten dann an ihren Zähnen (siehe Video unten). Das Holz des Arakbaums ( Salvadora persica ) enthält eine hohe Konzentration an Fluorid und anderen antimikrobiellen Bestandteilen, die Karies verhindern.

Zweige von anderen Bäumen, insbesondere aromatische Bäume, die den Mund auffrischen, werden in verschiedenen Kulturen verwendet. Diese sogenannten Kausnacks sind seit Tausenden von Jahren im Einsatz. Die erste Verwendung wurde im alten Babylonien (3500 v. Chr.) Verzeichnet, sie wurde jedoch bereits 1600 v. Chr. In China verwendet.

Die Verwendung von Zweigen kann ähnliche Reinigungseffekte wie eine herkömmliche Zahnbürste haben, wie in mehreren Studien gezeigt wurde. Die Stifte können jedoch nicht in die Zahnzwischenräume gelangen. Bei unsachgemäßer Verwendung können sie das Zahnfleisch beschädigen und die Zähne abschleifen.

In einigen Kulturen reiben Menschen mit den Fingern verschiedene Substanzen auf ihre Zähne. In einigen muslimischen Ländern reiben die Menschen beispielsweise Walnussbaumrinde an ihren Zähnen. Die Rinde dieses Baumes hat antimikrobielle Eigenschaften und hat vermutlich auch einen aufhellenden Effekt. Es wurden jedoch keine Studien durchgeführt, um die Wirksamkeit oder Nebenwirkungen zu untersuchen.

Einige Menschen im ländlichen Indien, Afrika, Südostasien und Südamerika verwenden Backsteinmehl, Schlamm, Salz oder Asche, um ihre Zähne zu reinigen. Obwohl diese Inhaltsstoffe Flecken und Plaque effektiv entfernen, enthalten sie kein Fluorid und sind häufig abrasiv, was zu empfindlichen Zähnen und zurückweichendem Zahnfleisch führt.

Holzkohle, die auch ein traditionelles Zahnreinigungspulver ist, erlebt ein Comeback. Einige moderne Zahnpasten und Zahnbürsten enthalten diesen Inhaltsstoff, und es gibt Hinweise darauf, dass er sich an schädliche Bakterien binden und diese inaktivieren kann.

Es können aber nicht alle Naturprodukte empfohlen werden. Betelquid und Arekanüsse, die in Südostasien häufig zur Zahnreinigung verwendet werden, färben Zähne und Zahnfleisch. Und schlimmer noch, sie sind mit einem erhöhten Risiko für Mundkrebs verbunden.

Eine andere Zahnreinigungsmethode, bei der weder Zahnpasta noch Zahnbürste zum Einsatz kommen, ist das Ölziehen, eine alte ayurvedische Praxis. Hier wird eine kleine Menge Kokos-, Sesam-, Sonnenblumen- oder Olivenöl 15 Minuten lang um den Mund gewirbelt. Dies soll Bakterien und Toxine auswaschen. Neueren Studien zufolge kann das Ziehen von Öl zusammen mit dem routinemäßigen Bürsten und Reinigen mit Zahnseide dazu beitragen, Zahnfleischentzündungen zu reduzieren.

Laut der Weltgesundheitsorganisation gehören Karies und Zahnfleischerkrankungen zu den häufigsten Krankheiten, von denen der Großteil der Weltbevölkerung betroffen ist. Mit wenigen Ausnahmen lassen sich diese Erkrankungen bei optimaler Mundhygiene und gesunder Ernährung vermeiden. Der hohe Prozentsatz der Menschen, die an diesen Krankheiten leiden, deutet darauf hin, dass die Mundhygienemethoden der meisten Menschen nicht dem idealen Standard entsprechen und verbessert werden müssen.

Moderne Mundpflegegeräte sind speziell für die Reinigung auch schwer zugänglicher Bereiche im Mund konzipiert und weisen eine hohe Wirksamkeit auf, jedoch nur, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt werden. Einige alternative Reinigungstechniken wie das Ölziehen sind jedoch nützliche Ergänzungen.

Josefine Hirschfeld ist akademische Dozentin für restaurative Zahnheilkunde an der Universität von Birmingham. Dieser Artikel wurde ursprünglich in The Conversation veröffentlicht.

Öl wird nicht ewig halten, daher setzt Dubai stark auf Wissenschaft und Technologie

Öl wird nicht ewig halten, daher setzt Dubai stark auf Wissenschaft und Technologie

Wie andere Tiere hat auch der Mensch eine Brutzeit - und das gerade

Wie andere Tiere hat auch der Mensch eine Brutzeit - und das gerade

$ 46 Anker Dash Cams und andere gute Geschäfte, die heute stattfinden

$ 46 Anker Dash Cams und andere gute Geschäfte, die heute stattfinden